Steinsalz


Steinsalz

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Stein|salz 〈n. 11bergmännisch gewonnenes Kochsalz

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Stein|salz; Syn.: Halit: bergmännisch abgebautes Natriumchlorid.

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Stein|salz, das:
im Bergbau gewonnenes Natriumchlorid, das u. a. zu Speisesalz aufgearbeitet wird.

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Steinsalz,
 
Halịt, farbloses, durch Verunreinigungen rot und gelb (durch Eisenoxide), grau (Bitumen oder Ton) oder blau (kolloidales Natrium) gefärbtes, kubisches Mineral der chemischen Zusammensetzung NaCl (meist etwas KCl enthaltend); Härte nach Mohs 2, Dichte 2,1-2,2 g/cm3; würfelige Kristalle, zum Teil faserige Aggregate; in Lagerstätten körnige Massen. Pseudomorphosen sind v. a. in Sedimentgesteinen aus ariden oder semiariden Klimaten verbreitet: mit Ton und Sand ausgefüllte Hohlräume aufgelöster Steinsalzkristalle. Steinsalz tritt in zahlreichen ausgedehnten Lagerstätten, meist im Wechsel mit Gips und Anhydrit, als Meeres- oder Salzseesediment in fast allen geologischen Systemen auf, in Deutschland v. a. im Zechstein Niedersachsens (bei Hannover) und Sachsen-Anhalts (Bernburg, Staßfurt), im Muschelkalk Nord- und Süd-Württembergs (Bad Friedrichshall, Heilbronn; Stetten bei Haigerloch) und im Tertiär des südlichen Oberrheingrabens (Buggingen), auch im Haselgebirge (Untere Trias) der Ostalpen (Salzkammergut, Hall in Tirol, Hallein, Berchtesgaden, Bad Reichenhall) und im Miozän des Karpatenvorlandes (Galizien, Siebenbürgen); außerdem oberflächlich als Krustenbildung (Bodenausblühung) und am Rand von Salzseen in Steppen und Wüsten sowie als vulkanisches Sublimationsprodukt. Es wird bergmännisch zusammen mit den übrigen Salzmineralen der Salzlagerstätten (u. a. in Salzstöcken) gewonnen und technisch zu Kochsalz aufgearbeitet, das u. a. als Speisesalz, Konservierungsmittel und Rohstoff für die chemische Industrie verwendet wird. (Zechstein)
 
 
F. Lotze: S. u. Kalisalze (21957).
 
Weitere Literatur: Salzlagerstätten.

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Stein|salz, das: im Bergbau gewonnenes Natriumchlorid, das u. a. zu Speisesalz aufgearbeitet wird.

Universal-Lexikon. 2012.

Synonyme:

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